Die letzten Jahre waren für Sri Lankas Teefarmer von Herausforderungen geprägt: Die Nachwirkungen von Corona, schwere Unwetter mit Überschwemmungen, Lieferprobleme, schwankende Preise. Mit kleinen, gezielten Projekten wie unserem Hibiskus-Pilotprojekt, schaffen wir neue Chancen für unsere Farmer - und auch unsere Teeproduktion wird krisensicherer.
Ein Projekt, das Wurzeln schlägt
Unser Pilotprojekt hat ein klares Ziel: Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Stabilität für Teefarmer zu fördern. Der erste Schritt? Saatgut für den Anbau von Hibiskus an drei Bio-Farmer-Communities zu übergeben. Diese Pflanze, deren Blüten den bekannten säuerlich-fruchtigen Geschmack in Teemischungen liefern schenkt gleichzeitig den Farmerfamilien eine weitere Einkommensquelle im Bio-Landbau.
Vorteile, die blühen
Hibiskus bringt mehr als nur Farbe in die Tee- und Gewürzfelder unserer Farmer. Die Vorteile des Projekts reichen tief in die Strukturen der Farmer-Communities:
- Neue Einkommensquellen: Hibiskus bietet den Farmern eine weitere Möglichkeit, ihre Erträge zu diversifizieren und sich unabhängiger von den Schwankungen des Teemarktes zu machen.
- Chancen für Frauen: Im Rahmen des Projekts unterstützen wir auch besonders landwirtschaftliche Familienbetriebe, die von Frauen geführt werden. Sie können sich und ihren Familien eine eigenständige Existenz in der Landwirtschaft aufbauen.
- Krisenfestigkeit: Lokaler Anbau bedeutet weniger Abhängigkeit von Importen und damit eine größere Stabilität, selbst in turbulenteren Zeiten.
Erfolge unseres Hibiskus-Projekts und nächste Schritte
Die anfänglichen Ernten zeigen: Der Hibiskus wächst prächtig. Über 5.000kg pro Hektar konnten bereits im ersten Jahr geerntet werden. Nach der Qualitätsprüfung der ersten Früchte wird bereits neues Saatgut gewonnen und vermehrt. Ziel ist es, den Anbau Schritt für Schritt auf weitere Farmbetriebe in Sri Lanka auszuweiten und so eine nachhaltige Produktion direkt vor Ort zu schaffen.